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Tipps zum Gas spa­ren

Fast alles wird teurer? Stimmt leider. Wenn wir weniger verbrauchen kommt das nicht nur der Umwelt zugute, sondern hilft auch etwas gegen die steigenden Kosten. Wir zeigen Ihnen zehn ein­fa­che Tipps und Tricks, wie Sie im Pri­vat­haus­halt Gas und somit Geld sparen kön­nen.

Ein Heizungs­thermostat und mehrere Euro-Geldscheine, Symbol für Heizkosten und Energiesparen im Haushalt.

Was bedeuten die Zahlen und Zeichen auf dem Heizungs­thermostat?

Zu­nächst klären wir einmal ein paar Mythen auf: Denn die Hei­zung funk­tio­niert viel­leicht ganz an­ders, als Sie zu­nächst erwarten.

„Je höher die Zahl, desto schneller wird es warm!“ Nein. Die Zahlen auf dem Thermostatkopf der Hei­zung stehen einzig und al­lei­ne dafür, wie warm es am Ende werden soll. Die Heizung wird auf 5 nicht schneller auf­hei­zen als auf 3. Aber für welche Tem­pe­ra­tur ste­hen die Zahlen denn ge­nau? Und wofür sind die Zeichen da? Hier zur Ori­en­tie­rung:

Bedeutung der Stufen und Symbole auf dem Thermostatkopf
EinstellpositionTemperatur
Stufe 112 °C
Stufe 214 °C
Stufe 320 °C
Stufe 424 °C
Stufe 528 °C
Schneeflocke6 °C (Frost­schutz­ein­stel­lung)
Sonne20 °C (idea­le Tem­pe­ra­tur für Räu­me tags­über)
Mond14 °C (idea­le Tem­pe­ra­tur für Räu­me in der Nacht)
Empfohlene Temperatur für jeden Raum
Raum (tagsüber)Temperatur
Wohnzimmermax. 20 °C
Küche18 °C
Schlafzimmer17 °C
Bade-/Kinderzimmer22 °C
Kurz wegetwa 18 °C
einige Tage wegetwa 15 °C

Die Heizung sollte erst dann komplett aus­ge­macht wer­den, wenn Sie für eine längere Zeit nicht zu Hau­se sind. An­sons­ten kostet das er­neu­te Aufheizen mehr, als Sie durch das Aus­schal­ten ein­spa­ren kön­nen.

Einstellposition & Temperatur

  • Stufe 1: 12°C
  • Stufe 2: 14°C
  • Stufe 3: 20°C
  • Stufe 4: 24°C
  • Stufe 5: 28°C
  • Schneeflocke: 6°C (Frost­schutz­ein­stel­lung)
  • Sonne: 20°C (idea­le Tem­pe­ra­tur für Räu­me tags­über)
  • Mond: 14°C (idea­le Tem­pe­ra­tur für Räu­me in der Nacht)

Raum (tagsüber) & Temperatur

  • Wohnzimmer: max. 20°C
  • Küche: 18°C
  • Schlafzimmer: 17°C
  • Bade-/Kinderzimmer: 22°C
  • Kurz weg: etwa 18°C
  • einige Tage weg: etwa 15°C

Die Heizung sollte erst dann komplett aus­ge­macht wer­den, wenn Sie für eine längere Zeit nicht zu Hau­se sind. An­sons­ten kostet das er­neu­te Aufheizen mehr, als Sie durch das Aus­schal­ten ein­spa­ren kön­nen.

Vergleich von ungedämmten und gedämmten Heizungsrohren; Dämmung reduziert Wärmeverlust und spart Gas.

Zehn einfache Tipps zum Gas sparen

Ganz häufig sind es die kleinen Sachen, die sich letzt­end­lich hoch­rech­nen und an denen Sie so­mit recht ein­fach sparen kön­nen.

Tipp 1: Tü­ren schlie­ßen

Offene Türen führen zu Luft­aus­tausch, aber das ist nicht immer gut. Wenn Sie die Tür zwi­schen zwei Räu­men, die stark un­ter­schied­li­che Tem­pe­ra­tu­ren haben, of­fen las­sen, kühlt nicht nur der eigentlich war­me Raum ab, son­dern es kann auch zu Schim­mel­bil­dung im kälteren Raum kom­men. Das ist auch der Grund, warum das Schlafzimmer mor­gens im­mer einmal durch­ge­lüf­tet wer­den sollte.

Tipp 2: Fen­ster nicht kip­pen

Ein gekipptes Fenstersorgt nicht für aus­reich­en­den Luft­aus­tausch und ist ein Ri­si­ko für Schim­mel­bil­dung. Die Wohnung kühlt dau­er­haft aus, was zum Ge­gen­hei­zen führt. Bes­ser ist das Stoß­lüf­ten am bes­ten mit meh­re­ren geöffneten Fenstern, damit ein Durch­zug ent­steht. Das Gan­ze mehr­mals am Tag für 5 bis 10 Mi­nu­ten wiederholen.

Tipp 3: Heiz­kör­per ent­lüf­ten

Gluckert der Heizkörper? Oder wird nur noch der un­te­re Teil oder die Re­gi­on um den Was­ser­ein­lass warm? Dann ist es Zeit, ihn zu entlüften. Dafür müs­sen Sie aber nie­man­den kom­men las­sen. Sie brau­chen einen Ent­lüf­tungs­schlüs­sel, ei­nen Lap­pen und ein Ge­fäß, um aus­tre­ten­des Was­ser auf­zu­fan­gen. Drehen Sie das Ventil nur so weit auf, bis Sie die Luft ent­wei­chen hö­ren. So­bald das erste Hei­zungs­was­ser raus läuft, sind sie fertig. Anschließend sollten Sie den Druck der Heizungsanlage (1,5 bis 1,8 bar) überprüfen und, fallls nötig, Wasser nachfüllen.

Tipp 4: Stand-by frisst Strom

Auch wenn ein Gerät aus­ge­schal­tet wir­ken mag, ist es häufig nur auf Stand-by. Um un­nö­tig an­ge­schal­te­te Geräte zu ver­mei­den, bietet sich eine Mehr­fach­steck­do­se an, die mehrere Geräte auf Knopf­druck oder per Zeitschaltung abschal­tet.

Denn Gas wird auch zur Stromerzeugung verwendet. Strom bedeutet also gleichzeitig auch Gas sparen.

Tipp 5: Du­schen statt ba­den

Baden verbraucht mehr als doppelt so viel Wasser wie du­schen. Ein Voll­bad be­nö­tigt ca. 150 Li­ter, wo­hin­ge­gen sich ei­ne Du­sche zwi­schen 50 und 70 Li­tern ein­ord­net. Beim Du­schen kann auch viel besser die Zeit re­gu­liert wer­den, die man duscht. Somit kann man um­so mehr Was­ser ein­spa­ren.

Tipp 6: Heiz­kör­per frei hal­ten

Möbel oder andere Ge­gen­stän­de vor oder auf der Hei­zung kön­nen zwar hübsch aus­se­hen, ver­min­dern aber die Leis­tung des Heiz­kör­pers. Ver­su­chen Sie da­her, Ihre Heiz­kör­per frei­zu­hal­ten. Im besten Fall hal­ten Sie auch Ihre Fens­ter­bän­ke frei, damit Sie bes­ser und häufiger lüf­ten können.

Tipp 7: Hei­zungs­roh­re däm­men

Nicht selten muss zwi­schen dem Hei­zungs­kes­sel und dem Raum, der warm wer­den soll, eine lange Strecke zu­rück­ge­legt werden. Auf diesem Weg kann bei schlecht iso­lier­ten Roh­ren sehr viel Wärme ver­lo­ren gehen. Lassen Sie die Dämmung Ihrer Hei­zungs­roh­re überprüfen und bei Notwendigkeit nach­däm­men.

Tipp 8: Alles ab­dich­ten

Gerade im Altbau kann durch un­dichte Stellen viel Wär­me ver­lo­ren ge­hen. Selbst wenn Sie die Tü­ren und Fenster schon einmal abgedichtet ha­ben, kön­nen die Dich­tun­gen in­zwi­schen po­rös ge­wor­den sein. Halten Sie einfach eine bren­nen­de Ker­ze vor die Spalten, um nach Zug zu su­chen. Zum Ab­dich­ten hel­fen Ihnen zum Bei­spiel Zug­luft­stop­per, Schaum­stoff­dich­tung oder Dichtstreifen.

9. Kaltes Wasser verwenden

Es klingt ganz ba­nal, ist aber so ein­fach: In vie­len Fäl­len, in de­nen kal­tes Was­ser voll­kom­men aus­rei­chend wäre, ver­wen­den wir ein­fach nur aus Ge­wohn­heit war­mes Was­ser. Über­le­gen Sie da­rum ein­fach, wo­bei Sie sich um­ge­wöh­nen könn­ten, z. B. beim Hän­de­wa­schen oder beim Was­ser für den Was­ser­ko­cher. Auch für nur leicht ver­schmutz­tes Ge­schirr reicht kal­tes Was­ser aus.

10. Regelmäßig Anbieter wechseln

Dieser Tipp ist auf den ersten Blick nicht so einfach umsetzbar, jedoch birgt er wahrscheinlich das größte Sparpotenzial. Vergleichen Sie die Preise und wechseln Sie regelmäßig zum günstigsten Strom- und Gasanbieter. Wenn man das erst einmal gemacht hat, sieht man, dass es einfacher ist, als man zunächst denkt. Durchschnittlich lassen sich so in Österreich bis zu 450 Euro pro Jahr sparen.

Badewanne mit ca. 150 Litern Wasser links, Sparduschkopf mit 50–70 Litern Wasser rechts, Vergleich Wasserverbrauch.

Ausstattung zum Gas Sparen

Natürlich gibt es auch einige Hilfsmittel, die Ihnen das Ein­spa­ren erleichtern oder zu­min­dest den Verbrauch besser ersichtlich machen.

Spar­dusch­kö­pfe und Durch­fluss­be­gren­zer

Sowohl der Durchlaufbegrenzer als auch der Sparduschkopf sind su­per, um beim Du­schen Wasser zu sparen, ohne dabei Einbußen beim Komfort machen zu müs­sen. Der Durch­fluss­be­gren­zer kann vor den Duschkopf oder am Auslass eines Was­ser­hahns an­ge­schraubt wer­den und den Was­ser­druck auf 4 – 5 Liter Was­ser pro Mi­nu­te senken. Ein netter Ne­ben­ef­fekt ist, dass sich das Wasser weicher an­fühlt.

Sparduschköpfe funktionieren im Grunde nach zwei verschiedenen Prin­zi­pi­en. Ent­we­der sie lassen durch physische Beschaffenheiten weniger Wasser durch oder sie mischen dem Was­ser Luft bei. Letz­te­res führt je­doch zu einem geringeren Was­ser­druck. Sie dros­seln so den Was­ser­durch­lauf auf 7 – 10 Li­ter pro Minute und kön­nen eine Ersparnis von un­ge­fähr 50 % erzielen.

Hydraulischer Abgleich & Wartung

Ohne einen hydraulischen Abgleich kann es zu sehr unterschiedlich war­men Heiz­kör­pern kom­men. Wenn Ihre Heizungsanlage nicht rich­tig ein­ge­stellt ist, werden erst die Heizkörper nahe an der Wär­me­quel­le und später erst die weiter entfernten ver­sorgt. Das führt zu ther­mi­schen Verlusten und verringertem Wirkungsgrad Ihres Sys­tems.

Wenn bei Ihnen die Heizkörper bei gleichen Einstellungen sehr unterschiedlich heiß werden, könnte das genau daran liegen. Generell ist es ratsam regelmäßig von einem Fachbetrieb die eigene Hei­zungs­an­la­ge checken und warten zu lassen, um für den nächsten Win­ter sicher zu stel­len, dass alles rich­tig ein­ge­stellt und optimiert ist.

Smarte Ther­mo­sta­te

Smarte Thermostate können die Tem­pe­ra­tur sehr genau und vor al­lem au­to­ma­tisch steu­ern. In der Re­gel lassen sich diese ganz einfach bei Ihrer vor­han­de­nen Heizung nach­rüs­ten, indem man den nor­ma­len Ther­mo­stat­kopf durch einen elek­tro­ni­schen Aus­tauscht. So hel­fen sie Ih­nen, ohne viel Aufwand Gas ein­zu­spa­ren.

Stand-by Killer Steckdose

Diese Steckdose erkennt, wenn Ihr Gerät in den Stand-by-Modus geht und schaltet au­to­ma­tisch die Strom­zu­fuhr ab, um unnötige Kosten ein­zu­spa­ren. Je nach Modell können solche Steckdosen auch zusätzlich über Smartphone-App gesteuert werden.

Youtubevideo über Sockelleistenkanäle von OBO Bettermann
Richtig Strom & Gas wechseln und Geld sparen in Österreich

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